Unterstützung für FridaysForFuture: BVNG schickt Briefe an die 16 Kultusminister*innen der Länder und verweist auf Schulgesetze und Bildungsaufträge

Die Bundesvereinigung Nachhaltigkeit unterstützt die Schüler*innen-Initiative FridaysForFuture mit einem Brief an die 16 Kultusminister*innen der Bundesländer, in deren Hoheit die Schulgesetze liegen.

Mit Verweis auf die → Schulgesetze der Länder sollten Schülerinnen und Schüler, die sich während des Unterrichts für die gesamtgesellschaftliche Frage von Klimaschutz und Nachhaltigkeit einsetzen, durch die Schulbehörden darin unterstützt werden, empirische und handlungsorientierte Lernformen zu erleben.

Der Brief im Wortlaut:

“Wir stehen als Gesellschaft an einem kritischen Punkt, der eine grundlegende Transformation erfordert. Schüler_innen in Deutschland haben das erkannt und gestalten im Rahmen der Initiative „Fridays for Future“ die Zukunft der Gesellschaft mit. Die Schüler_innen handeln eigenverantwortlich und tragen durch ein Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl und die Umwelt zu einer demokratischen Gestaltung der Gesellschaft bei.

Als Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulen wird in allen 16 Länderschulgesetzen das Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt und das eigenverantwortliche Handeln hervorgehoben. Denn Schulen sind nicht nur ein Ort, um Informationen über den Klimawandel zu generieren, sondern auch Handlungsaktivitäten und Eigeninitiative zu fördern. So sehen es auch die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie und der Nationale Aktionsplan „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ vor, zu dem sich Deutschland verpflichtet hat.

Auch Sie als zuständiger Minister tragen Verantwortung, um eine nachhaltige Entwicklung zu gestalten. Unterstützten Sie die Schüler_innen, um an der Initiative „Fridays for Future“ aktiv teilnehmen zu können und Freitage als praktische partizipationsfördernde Projekttage, als handlungsorientierte Lernform im Lehrplan und im schulischen Kontext offiziell zu verankern. Setzen Sie sich für die in dem Erziehungsauftrag der bayerischen Schulen geforderte Gestaltungsfähigkeit der Schüler_innen ein, um ein Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt sowie eine selbständige Urteilsbildung und eigenverantwortliches Handeln der Schüler_innen zu ermöglichen.”

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