Handlungsfelder

Handlungsfelder

6-Komponenten-Modell für Nachhaltige Entwicklung

Die Bundesvereinigung Nachhaltigkeit begreift Nachhaltigkeit als gesamtgesellschaftliche Frage und als einen Prozess, der sich am Gleichgewicht / Ausgleich orientiert. Es sind noch viele Wege zu gehen, unseren Lebensraum für die folgenden Generationen zu stabilisieren und den Respekt dieser Generationen zu verdienen. Das kurzfristige, enge Denken in Wahlperioden und Quartalszahlen sowie der Kampf um die Verteilung von Ressourcen sind nur einige Themen, die der Nachhaltigkeit im Wege stehen.

Ganzheitlichkeit - der Blick für das Gesamtgefüge und die systemischen Zusammenhänge - ist der Schlüssel für Nachhaltigkeit.

Die traditionelle Sichtweise von Nachhaltiger Entwicklung besteht bislang nur aus den 3 Säulen Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft.

Diese Säulen stehen jede für sich und ohne Verbindung, quasi belanglos, nebeneinander.

6-Komponenten-Modell für Nachhaltigkeit

6-Komponenten-Modell für Nachhaltigkeit

Nachhaltige Entwicklung ist schließlich nur möglich, wenn die Menschen in diese Entwicklung einbezogen werden. Teilhabe und Teilnahme bilden die Komponenten der Partizipation. Dies ist das Fundament, das die die 3 Säulen verbindet.

Für den Erfolg Nachhaltiger Entwicklung ist Nachhaltiges Handeln entscheidend. Handeln wird durch kulturelle Einflüsse bestimmt. Das gilt für alle Regionen der Welt gleichermaßen und spiegelt sich wider in einer Unternehmenskultur, in einer Sozialkultur und in einer Kultur des Umgangs mit der Natur. Kultur ist der Dachbalken, der auf den 3 Säulen liegt, eine zweite Verbindung schafft und stabilisiert.

Dieses Konstrukt trägt eine bewegliche Komponente, die das Verhältnis zwischen Mensch und Natur ausbalanciert und mit der auch Kindern erklärt werden kann, was Nachhaltigkeit ausmacht: Gleichgewichtsorientierung. In einem geschlossenen System wie dem des Planeten Erde führt Ungleichgewicht zu Konflikten - und dies behindert Nachhaltige Entwicklung. Natur ist bestrebt, Ungleichgewichte auszugleichen.

Implementierung der UN-Entwicklungsziele

Im September 2015 hat die UN in New York die globalen Nachhaltigen Entwicklungsziele verabschiedet: 17 Hauptziele mit je ca. 10 "Zielvorgaben", die "die Welt transformieren sollen durch ... den Schutz der Erde und Wohlstand für Alle".

Deutschland hat sich diesen Zielen verpflichtet und in seine Nachhaltigkeitsstrategie implementiert. Nun ist es an der Zeit, für die Umsetzung zu sorgen. Hierfür sind alle Akteure aufgerufen, diese Ziele als Maßstab für ihr Handeln anzulegen und sie quasi in ihre "DNA" einzubauen.

Die Bundesvereinigung begleitet diesen Prozess von Anfang an und führt die Nachhaltigen Entwicklungsziele in ihre Handlungsfelder ein. Und obwohl wir die Betonung der Gleichwertigkeit der Ziele als essentiell empfinden, halten wir eine Priorisierung der Ziele für sinnvoll. Unter Priorisierung begreifen wir hierbei die Einordnung der Inhalte der einzelnen Ziele nach Ursachen und Folgen, aus denen sich wiederum Aktivitäten und Maßnahmen zur Ursachen- beziehungsweise Folgenbekämpfung ergeben.

Bei genauerem Hinsehen wird man feststellen, dass lediglich eines der 17 Ziele eine Ursache adressiert: Ziel Nr. 10 - Abbau von Ungleichheiten sehen wir als zentralen Lösungsansatz für die Transformation der Welt.

Alle anderen Ziele adressieren Symptome, die als Folge der Ursache Ungleichheit auftreten und deren stufenweise Erreichung die Voraussetzung für den Schutz der Erde und Wohlstand für Alle sind. Die notwendigen Entwicklungsschritte weisen auch untereinander Querverbindungen auf und müssen immer wieder hinterfragt werden.

Wir haben für unsere Arbeit die folgenden Entwicklungsstufen aufgestellt und stellen diese gerne zur Diskussion:

Transformation unserer Welt durch den Schutz der Erde und Wohlstand für Alle
SDGs priorisiert

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